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Fachschaftstagung 2009

Bruce McCandless II, leider kein Physiker

Physik im Weltraum

 

Termin: 26.11. bis 29.11.2009
Ort: Jugendhaus Maria Einsiedel
Anmeldung bis: 15.09.2009
Anmeldung und Fragen an: fs-physik«a»cusanus.net

Ausschreibungstext:

Die Weltraumfahrt ist seit ihren Anfängen eine der aufregendsten Herausforderungen für Wissenschaft und Technik. Wegen der enormen Kosten stand sie dabei seit jeher unter besonderem Rechtfertigungsdruck. In der Frühzeit nach dem zweiten Weltkrieg dienten vor allem menschlicher Pioniergeist und der Beweis technischer Überlegenheit im Wettstreit der Supermächte als Legitimation. Seit der Mondlandung, dem Ende des Ost-West-Konflikts und der Rezession der Siebziger hat die Raumfahrt viel von ihrem Glanz verloren. Raumflüge sind in gewisser Weise Routine geworden, die Raumfahrt ist nur noch eine Hochtechnologie unter vielen und bietet kaum Antworten auf die Probleme der Menschheit.

Zumindest in Europa und den USA ist damit eines der zentralen Motive bemannter und unbemannter Raumfahrt die Nutzung der besonderen Bedingungen des extraterrestrischen Raumes für die Forschung. Die Beobachtung von Menschen auf Langzeitmissionen, Teleskope außerhalb der Erdatmosphäre, Erdbeobachtung aus Satelliten sowie allerlei Experimente an Bord von Raumstationen lieferten dabei tatsächlich wertvolle Erkenntnisse, die auf der Erde wegen des störenden Einflusses der Atmosphäre oder der Schwerkraft nicht hätten gewonnen werden können.

Wenn auch umstritten bleibt, ob der wissenschaftliche Ertrag von den Raumfahrtorganisationen nicht auch aus PR-Gründen übertrieben wird, gibt es in den Naturwissenschaften wohl keinen aufregenderen, aber auch anspruchsvolleren Ort für das eigene Experiment.

Wir wollen auf der Fachschaftstagung dieser Frage nachgehen und begrüßen dazu Vertreter von Großforschungsprojekten wie dem AMS-Experiment, einem der teuersten Experimente aller Zeiten, das dem Aufspüren atomarer Antimaterie im Weltall dient, wie auch Organisatoren kleinerer Experimente. Die Notwendigkeit derartiger Forschung kritisch beleuchten wird ein Vertreter des Wissenschaftsjournalismus, der gleichzeitig Auskunft über die militärische und geostrategische Dimension der Raumfahrt gibt. Dazu kommen Einführungsvorträge über die speziellen physikalischen Bedingungen im All und als Höhepunkt ein Abend mit einem Mitglied des deutschen Astronautenkorps, der auch noch mal daran erinnert, dass fast alle deutschen Raumfahrer einmal Physik studiert haben.

Fachschaftstagung 2008

Physik im Alltag – Erklärungen für Wissenshungrige

Termin: 16. bis 19. Oktober 2008
Ort: Physikzentrum Bad Honnef
Leitung:
David Bellem
Alexander-C. Heinrich
Eva-Lotte Quatuor
Lukas Schulte

Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
Albert Einstein

Warum liegen die Nüsse in der Müslipackung immer ganz oben? Warum ist der Himmel blau? Warum fällt man beim Fahrradfahren nicht um? - Fragen des Alltags.

Auf der diesjährigen Fachschaftstagung im altehrwürdigen Physikzentrum der DPG (Deutschen Physikalischen Gesellschaft) wollen wir uns nicht mit einem Spezialgebiet der Physik auseinandersetzten, sondern Phänomenen des täglichen Lebens auf den Grund gehen. Und die kann man teilweise ganz einfach erklären, teilweise sind sie Schwerpunkt aktueller Forschung.

Warum wird Eiweiß durch Schlagen zu Eischnee? Und warum wird dieser Vorgang durch die kleinste Verunreinigung verhindert? Fragen aus der Küche, die man beantworten kann. Und zwar mit Hilfe der relativ neuen Forschungsrichtung Molekulargastronomie, die nicht nur Erklärungen sucht, sondern auch neue Zubereitungstechniken entwickelt. Die Forschungsergebnisse werden wir (wenn alles gut geht) vor Ort experimentell reproduzieren und im Selbstversuch testen.

Fachschaftstagung 2007

Medizinische Physik – die heilsame Wirkung von Technologie und Theorie

Termin: 11. bis 14. Oktober 2007
Ort: St. Michaels-Heim, Berlin
Leitung:
Mercedes Hannelore Frank
Max Hoffmann
Kathrin Lange
Daniela Rupp

Ausschreibung

In vergangenen Zeiten waren Aderlass und Teufelsaustreibungen zwar nicht hilfreiche aber doch beliebte Methoden, um einem Patienten zu behandeln. Dass wir heutzutage mit größeren Überlebenschancen zum Arzt gehen können, verdanken wir den Erkenntnissen der Medizin. Aber was nützt das Wissen über den menschlichen Körper, wenn dieses nicht praktisch umgesetzt werden kann. In diesem Bereich setzt die Medizinische Physik an, mithilfe derer es möglich wurde, unter Einsatz modernster Technologien den Lebensalltag der Patienten zu erleichtern. So können mithilfe von Röntgenstrahlung, Ultraschall oder Tomographien ohne operativen Aufwand Bilder vom Inneren des Menschen erstellt, Organschäden an Herzen oder Augen durch künstliche Implantate behoben oder mit Laserstrahlen punktgenau Erkrankungen behandelt werden.

In unserer Fachschaftstagung wollen wir einen kleinen Einblick in aktuelle Forschungsbereiche der Medizinischen Physik geben und einen Ausblick darauf wagen, was uns vielleicht schon bei unserem nächsten Arztbesuch erwarten kann.

Tagungsunterlagen

Programmheft
Zeitplan

Fachschaftstagung 2006

Physik des Wetters

Termin: 12. bis 15. Oktober 2006
Ort: Haus Venusberg Bonn
Leitung:
Ralf Geretshauser, Tübingen
Peter Kneip, Gerbrunn
Christoph Groth, Leiden NL

Ausschreibung:

Lange sind die Zeiten vergangen, da der Göttervater Zeus im Zorn seine Blitze auf die Erde schleuderte und Aeolos die Wolken mit seinen Winden über den Himmel trieb. In Angst und Ehrfurcht sprachen die Menschen der Antike ihre Namen aus, wenn diese ihre Gewalt über die Natur ausübten. Heute, zweieinhalb Jahrtausende später, sind ihre Namen verblasst. Verdrängt wurden sie von Größen wie Katrina und Rita, die im 21. Jahrhundert - mit mathematischen Mitteln im Prinzip wohl beschrieben, aber dennoch unaufhaltsam - ihren Schrecken verbreiten.

Die Beherrschung solcher Naturgewalten obliegt dem Menschen heute genauso wenig wie in der Antike, die Vorhersage und mathematisch-physikalische Beschreibung von Wetter und Wetterphänomenen wurde in den letzten Jahrzehnten jedoch immer weiter verfeinert. Unsere Fachschaftstagung wird sich deshalb zunächst den Grundlagen der Wetterphysik zuwenden, um dann zu verstehen, wie diese in numerische Simulationen verwendet werden und zusammen mit Messdaten schließlich die Wetterprognose liefern, die jeden Tag nach den Abendnachrichten präsentiert wird.

Neben der Wetterdynamik als Ganzes sollen auch die Genese und Beschreibung einzelner Wetterphänomene, wie Blitze und Gewitter, Wolken und Tornados behandelt werden. Außerdem will die Tagung einen Ausblick geben auf die Klimaentwicklung und ihre Auswirkungen auf Wetter und Wetterphänomene. Dabei werden wir die Frage streifen, ob und in welchem Maße der Mensch dabei Einfluss nimmt.

Tagungsunterlagen

Programm

Fachschaftstagung 2005

Physik des Denkens

Termin: 6. bis 9. Oktober 2005
Ort: Jugendbildungsstätte Marienburg
Leitung:
Ralf Geretshauser, Tübingen
Tim Schulze-König, Zürich
Thomas Neusius, Heidelberg

Ausschreibung:

Die Hirnforschung ist in aller Munde. In den Feuilletons werden bereits die Erkenntnisse der Forschung von morgen diskutiert. Wir wollen den Blick mehr auf den wissenschaftliche Stand von heute richten und die „Neurodämmerung“ hinterfragen.

An der Erforschung von Gehirn, Intelligenz - und vielleicht auch Geist? - sind in nicht unerheblichem Maße Physiker beteiligt, sei es bei der Entwicklung und Verbesserung von Meßmethoden - man denke an den Medizinnobelpreis 2003 für das Magnetresonanzverfahren - oder bei der Modellbildung.

Die Tagung soll einen Überblick über den Beitrag der Physik zur Erforschung des Gehirns bieten. Neben der experimentellen Seite werden die Aspekte Signalverarbeitung der Sinne, künstliche Intelligenz und Neuronale Netze angeschnitten werden. Schließlich werden wir auch die Diskussion um den freien Willen angehen und fragen, wie weit die Debatte von einem physikalischen Weltbild geprägt ist. Damit schließen wir in gewisser Weise an die Fachschaftstagung 2004 zum Thema Determinismus an.

Tagungsunterlagen

Programm
Materialsammlung

Fachschaftstagung 2004

Determinismus - systematische Grenzen physikalischer Theorien

Termin: 14. bis 17. Oktober 2004
Ort: Jugendbildungsstätte Marienburg
Leitung:
Susanne Kreim
Thomas Neusius
Philipp Hövel

Ausschreibung:

Das vergangene Jahrhundert wird oft als das Jahrhundert der Physik bezeichnet, war es doch Schauplatz zweier bahnbrechenden Theorien - der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik -, die zu einem grundlegenden Wandel althergebrachter Weltbilder beigetragen haben. Mit diesen neuen Theorien wurde vor allem eine deterministische Sicht der Dinge in Frage gestellt: Wo liegen die systematischen Grenzen einer Theorie, gibt es Raum für eine Form von Freiheit, Metaphysik und Transzendenz und wie kann z.B. der Begriff des deterministischen Chaos verstanden werden?

Tagungsunterlagen:

Programm

Fachschaftstagung 2003

Bose-Einstein-Kondensate und kalte Atome

Termin: 16. bis 19. Oktober 2003
Ort: Jugendbegegnungsstätte Karlsheim Kirchähr
Leitung:
Susanne Kreim
Philipp Hövel

Ausschreibung:

"Den absoluten Nullpunkt können wir nie erreichen..." - Aber mit kalten Atomen schafft man es (fast)! Kurz vor Null entsteht eine neue Art von Materie, das Bose-Einstein-Kondensat (BEC): Ein kaltes Gas von Atomen zieht sich zu einem Klumpen zusammen und bekommt ganz eigentümliche Eigenschaften. Zum Beispiel kann in einem Kondensat Licht angehalten werden; eine Ampel für Photonen also. Man kann damit Atomlaser herstellen. Oder Kondensate für Quantencomputer benutzen. Wenn man ein BEC geschickt manipuliert, kann man Wirbel oder Solitonwellen im Kondensat erzeugen.

Mit diesem Ausschnitt der Atomphysik und Quantenoptik möchten wir uns auf der Tagung beschäftigen: herausfinden und entdecken, "wie das sein kann", um vielleicht ein wenig besser zu verstehen, warum für diese Entdeckung 2001 der Nobelpreis in Physik verliehen wurde.

Tagungsunterlagen:

Programmheft
Fotos

 

(Letzte Änderung: 23. Dezember 2011)