Fachschaftstagung 2010

M3 - Mathe macht Musik

Schon die alten Griechen kannten den Zusammenhang zwischen Mathematik und Musik: durch Saitenteilungen im Verhältnis kleiner ganzer Zahlen erhält man harmonische Intervalle, z.B. eine Oktave bei 2:1, eine Quinte bei 3:2. Aber halt! Auf dem Klavier kommt man nach 7 Oktaven zum selben Ton wie nach 12 Quinten, rechnerisch ist das aber etwas anderes: 7 Oktaven entsprechen 2^7=128, 12 Quinten sind aber gleich 1,5^12, was rund 129,75 ist. Diese Diskrepanz führt zu unterschiedlichen Stimmungen. Am Fachbereich Mathematik der TU Dresden gibt es eine Arbeitsgruppe, die davon ausgehend eine Brücke zwischen Musiktheorie und Mathematik schlägt. Herr Prof. Schmidt wird davon berichten.
Aber die Musik hat noch viele andere mathematische und informatische Aspekte, von denen wir einige auf der Fachschaftstagung genauer beleuchten wollen. Sind die Regeln der Musik so formalisierbar, dass ein Computer "angenehme" Musik komponieren kann? Matthias Wüllenweber wird mit seinem Kompositionsprogramm Ludwig den Beweis antreten und uns erläutern, was dahinter steckt: ähnlich wie beim Schachprogramm"Fritz", das auch ein Kind von Herrn Wüllenweber ist, werden Varianten bewertet und entsprechend weiterentwickelt.
Weitere Aspekte sind die Speicherung von Musik (z.B. im MP3-Format) oder der Gebrauch mathematischer Strukturen zur Komposition, z.B. von Orm Finnendahl, der Markov-Ketten als Quelle seiner Inspiration benutzt.
Mathematiker, Informatiker und alle Interessierten sind herzlich zur Tagung eingeladen!

Zeit: 12. bis 16. Mai 2010

Ort: Bildungsstätte Eichsfeld, Uder

Leitung: Claudia Vorderer, Severine Henkel, Georg Hoever und Hans-Jörg Schulz

Anmeldungen: nimmt Claudia Vorderer entgegen (eMail an claudia@vorderer.de)

Anmeldefrist: bis 07.02.2010

Claudia Vorderer
Severine Henkel
Georg Hoever
Hans-Jörg Schulz